Institut zur Fo(e)rderung besonderer Begabungen
Dr. Beate Gerstenberger-Ratzeburg

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Schlechte Noten trotz hohem IQ-Sozialpädagogin hilft begabten Schülern

05.03.2002

Ruhr-Nachrichten, Dortmund 05.03.2002

Etwa 15 Prozent der Kinder einer jeden Altersstufe hätten einen Intelligenzquotienten von etwa 115. Gezielt gefördert würden aber nur die ,,Hochbegabten" ab 130. Beate Gerstenberger-Ratzeburg kennt das Problem: ,,Ab einem IQ von 115 denken Kinder anders. Schneller." So würden sie zum Beispiel beim Mathematik-Unterricht eigene Rechenwege finden oder ganze Zwischenschritte auslassen. ,,Dann kriegen sie schlechte Noten, weil die Lehrer glauben, sie hätten geschummelt." Nur ein Beispiel, doch es zeigt, wie begabte Kinder das Interesse an der Schule verlieren können. Das sieht auch Karsten Otto, Vorstandsmitglied im Hochbegabten e.V. ähnlich: ,,Gymnasiasten mit einem IQ von 115 müssten eigentlich sehr gute Noten schreiben." Dadurch, dass sie in vielen Fächern aber gelangweilt seien, würden sie zappeln, sehr unruhig sein. ,,Fälschlicherweise hält man viele dann für hyperaktiv." Beate Gerstenberger-Ratzeburg musste lernen, sich mit dem Problem auseinander zu setzen. Beide Töchter der 42-Jährigen sind überdurchschnittlich begabt, kämpften trotzdem mit schlechten Noten. Inzwischen werden die Mädchen gezielt gefördert, und ihre Mutter möchte Eltern in ähnlicher Situation helfen. In und um Bochum hat sie schon Gesprächskreise aufgebaut, gleiches hat sie jetzt für Dortmund vor. Allerdings fehlt es an Räumlichkeiten. ,,Schulen, Krankenhäuser oder Gemeindehäuser wären ideal dafür geeignet", so Beate Gerstenberger-Ratzeburg. jo   Wer der Sozialpädagogin weiter­helfen kann, soll sich unter Tel. (0 23 02) 80 19 26 melden.