Institut zur Fo(e)rderung besonderer Begabungen
Dr. Beate Gerstenberger-Ratzeburg

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Heute im Gespräch - Beate Gerstenberger

31.10.2001

Ruhr-Nachrichten, Witten 31.10.2001

Mit schlechten Noten im Gymnasium fangen die Probleme meistens an, weiß die Expertin. Manchmal merke man es an Kleinigkeiten, dass die Kinder unterfordert sind: "Wenn sie einfache Wörter wie 'und' immer wieder anders und damit verkehrt schreiben, schwierige Wörter aber mühelos bewältigen, kann das ein Hinweis auf Unterforderung sein." Über so eine Nebensächlichkeit wie das kurze Wort "und" würden sich überdurchschnittlich begabte Kinder nämlich mitunter erst gar keine Gedanken machen. Ein Test des Intelligenz Quotienten könne den betroffenen Eltern einen groben Überblick verschaffen. "Bereits ab dem Quotienten 115 und nicht erst bei den Hochbegabten mit 130 könnten Probleme auftauchen", meint die Therapeutin, die als zweifache Mutter selbst Erfahrungen mit der überdurchschnittlichen Begabung gemacht hat. In den Schulen gebe es nur wenige Möglichkeiten, diesen Kindern zu helfen. Es sei darum ratsam, sie entsprechend ihren Neigungen privat stärker zu fordern, sei es durch Sport, Musikunterricht oder das Erlernen einer zusätzlichen Sprache. Der Eintritt zur Informationsveranstaltung, die sich an Eltern, Erzieher und Lehrer wendet, kostet zehn Mark. Sie beginnt um 19.3o Uhr im Seminarzentrum der VHS an der Holzkampstraße und ist als Auftakt zu einer Reihe von dreitägigen Seminaren gedacht, die im Frühjahr angeboten wird. - Lin