Institut zur Fo(e)rderung besonderer Begabungen
Dr. Beate Gerstenberger-Ratzeburg
Schlachthofstr. 27, 58455 Witten
Postfach 6243, 58431 Witten
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Was kann ich tun wenn mein Kind begabt ist?
Akzeptieren Sie die Tatsache, dass Ihr Kind begabt ist. Sehen Sie es als eine positive Herausforderung an. Denken Sie an die Möglichkeiten die sich ihrem Kind eröffnen, Vorausetzung: Ihr Kind lernt, die Begabung produktiv in die eigene Persönlichkeit zu integrieren.
Fordern und fördern Sie Ihr Kind über das schulische Maß hinaus. Es gibt Elternvereine, Selbsthilfegruppen oder Vereine für hoch begabte Menschen. Hier wird der Kontakt zu Gleichbegabten hergestellt.
Der Kontakt zu gleichaltrigen Kindern fördert die Fähigkeit Ihres Kindes, mit normal begabten Menschen positive Beziehungen zu gestalten. Interessant sind hier die Bereiche, in denen Ihr Kind selbst „Normalleistung" erbringt, z. B. beim Sport oder in der Musik.
Ihr Kind verbringt einen großen Teil seiner Zeit in der Schule. Mittlerweile gibt es bereits LehrerInnen, die sich mit dem Thema Begabung auseinandersetzen. Hier muss eine gemeinsame Förder- und Forderarbeit zwischen Elternhaus und Schule verabredet werden. Es sollte jedoch sehr individuell zum Wohl des Kindes gearbeitet werden. Sicherlich kann es auch immer wieder zu Spannungen zwischen Eltern, Lehrern und Kindern kommen. Versichern Sie sich in so einem Fall professioneller Unterstützung. Wir erleben es in unserer Arbeit immer wieder wie fruchtbar es sein kann, wenn wir uns mit an den runden Tisch setzen und mit den Lehrern, dem Schulamt oder sogar der Bezirksregierung reden.
Vielfach stellt man jedoch fest, dass bereits gravierende Verhaltensauffälligkeiten vorliegen. In diesem Fall kann eine begleitende Beratung angezeigt sein oder vielleicht sogar eine psychotherapeutische Behandlung des Kindes. Auch in diesem Fall: Sprechen Sie im Vorfeld mit den in Frage kommenden Personen. Bestehen Erfahrungswerte in der Behandlung und Betreuung bei begabten Kindern? Hat man sich bereits intensiv mit dieser Thematik beschäftigt? Das wichtigste aber ist, findet die Person Ihres Vertrauens auch den Zugang zum Kind, liegen beide auf einer „Wellenlänge"? Wenn nicht - müssen Sie weiter suchen.