Institut zur Fo(e)rderung besonderer Begabungen
Dr. Beate Gerstenberger-Ratzeburg
Schlachthofstr. 27, 58455 Witten
Postfach 6243, 58431 Witten
Tel.: 02302 / 80 19 26
Fax: 02302 / 27 82 91
E-Mail: info@infobeg.de
Internet: www.infobeg.de
TIM
Tim ist ein aufgeweckter 9 Jahre alter Junge, der die dritte Klasse der Grundschule besucht. Bereits während des ersten Schuljahres entwickelt er sich immer mehr zum Störenfried der Klasse. Auch die schulischen Leistungen flachen immer mehr ab. Tim schreibt einfache Wörter falsch oder in immer anderen Varianten. Schwierige Wörter dagegen schreibt er wundersamer Weise immer richtig. Die Eltern üben täglich, aber es wird immer schlimmer. Hatte sich Tim noch anfangs auf die Schule gefreut, geht er jetzt immer weniger gern hin. Fast jeden Morgen hat er Bauchschmerzen oder andere "Ausreden". Tim hatte die ersten beiden Schuljahre noch durch intensive Gespräche zwischen seinem Lehrer und den Eltern überstanden. Im 3. Schuljahr gibt es nun massive Probleme, Noten werden verteilt und die werden immer schlechter. Die Eltern bitten uns um Hilfe und erfahren, ihr Sohn habe einen IQ von118, ist also überdurchschnittlich, d.h. besonders begabt.
Janik
Janik besucht die erste Klasse einer Grundschule, auf die er sich schon im Kindergarten riesig gefreut hat. Jetzt, nachdem die ersten Wochen herum sind, zieht er sich immer mehr zurück und findet Schule einfach nur langweilig. Widerwillig geht er morgens hin, immer öfter klagt er über Übelkeit und Bauchschmerzen, bis er schließlich sogar erbricht. Der zu Rate gezogene Arzt stellt keinerlei körperliche Ursachen fest. Im Unterricht selbst wird Janik immer mehr zum Störenfried und beginnt auf dem Schulhof, seine Klassenkameraden zu treten. Ständig erhält die Mutter Anrufe seiner Lehrerin. Nachdem Janik vom Kinderarzt über die Erziehungsberatungsstelle und über den schulpsychologischen Dienst schließlich zu uns kommt, testen wir ihn und diagnostizieren einen Prozentrang von 90,5, dies entspricht einen IQ von 120. Janik ist damit besonders begabt. Wir können die Lehrerin überzeugen, Janik um ein Jahr vorzuversetzen und innerhalb kürzester Zeit ist er wieder gesund und die Verhaltensauffälligkeiten bessern sich zusehends.
Alexander
Alexander ist neun Jahre alt und besucht die 4. Klasse der Grundschule. Zu Hause ist er ein ganz normales und ausgeglichenes Kind, mit dem die Eltern gern die Wochenenden in Museen, Theatervorstellungen oder mit anderen interessanten Dingen verbringen. Alexander hat einen eigenen PC, den er gern und viel nutzt, schaut sich viele Wissenssendungen im Fernsehen an und besitzt schon eine bemerkenswerte Bibliothek für sein Alter. Nur in der Schule scheint es nicht zu laufen. Immer häufiger gibt es Beschwerden von Seiten der Schule, aber auch von anderen Eltern, Alexander würde massiv den Unterricht stören, andere Kinder scheinbar grundlos treten, laut und trotzig sein. Die Eltern können dies gar nicht verstehen und glauben dieses Verhalten auch nicht. Sie setzen sich mit uns in Verbindung um Hilfe zu bekommen. Zunächst führen wir einen Intelligenztest durch, der einen Wert von 133 ergibt. Demnach ist Alexander hoch begabt. Sein Verhalten zeigt eindeutig eine Unterforderung in der Schule. Da er in der vierten Klasse ist, ist ein Springen problematisch, da er keinerlei Lerntechniken erlernen konnte und die Zeit, dies nachzuholen, zu knapp wird. Trotzdem benötigt Alexander mehr Forderung. Auch sind die Eltern dagegen, ihren Sohn zu diesem Zeitpunkt springen zu lassen und die Schule verweigert dies sowieso. Da die Eltern schon sehr viel mit ihrem Sohn unternehmen, ist auch dies kaum noch steigerungsfähig. Wir empfehlen daher ein Motivationstraining, das Alexander helfen soll, die noch verbleibende Zeit an der Grundschule positiv zu überstehen. Um mit den Mitschülern besser auszukommen, unterstützen wir Alexander mit einem Sozialen Konflikt- und Kompetenztraining. Auch können wir die Lehrerin überzeugen, Alexander andere Aufgaben zu geben, damit er auch in der Schule verstärkt gefordert wird. Dies funktioniert zwar nicht immer, doch ab und zu bekommt er Knobelaufgaben und darf auch häufiger an den Klassencomputer als üblich. Dies verschafft zumindest eine Erleichterung, so dass Alexander die Zeit bis zum Schulwechsel recht gut übersteht. Zusätzlich erhält er im zweiten Halbjahr auch ein Coaching in Bezug auf das Erlernen von Lern- und Arbeitstechniken sowie Schulmanagement, damit er besser auf die weiter führende Schule vorbereitet wird.