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Fallbeispiele aus unserer Arbeit
 
Fallbsp. 1
Tim ist ein aufgeweckter 9 Jahre alter Junge, der die dritte Klasse der Grundschule besucht. Bereits während des ersten Schuljahres entwickelt er sich immer mehr zum Störenfried der Klasse. Auch die schulischen Leistungen flachen immer mehr ab. Tim schreibt einfache Wörter falsch oder in immer anderen Varianten. Schwierige Wörter dagegen schreibt er wundersamer Weise immer richtig. Die Eltern üben täglich, aber es wird immer schlimmer. Hatte sich Tim noch anfangs auf die Schule gefreut, geht er jetzt immer weniger gern hin. Fast jeden Morgen hat er Bauchschmerzen oder andere "Ausreden". Tim hatte die ersten beiden Schuljahre noch durch intensive Gespräche zwischen seinem Lehrer und den Eltern überstanden. Im 3. Schuljahr gibt es nun massive Probleme, Noten werden verteilt und die werden immer schlechter. Die Eltern bitten uns um Hilfe und erfahren, ihr Sohn habe einen IQ von118, ist also überdurchschnittlich, d.h. besonders begabt. 
 
Fallbsp. 2
Ina kommt mit drei Jahren in den Kindergarten und ist dort bereits den Gleichaltrigen weit voraus. Sie hat keine Lust mit ihnen zu spielen, sondert sich ab. Zu Hause erzählt sie, sie könne mit dem Babyspielzeug nichts anfangen. Auch die täglichen Bastelarbeiten findet sie langweilig, eilig erledigt sie diese "lästige" Aufgabe mit dürftigem Ergebnis. Die Kinder meckern an ihrer schlechten Arbeit herum. Dafür behält Ina jedes Lied sofort, kann jede Geschichte fehlerlos nacherzählen und kann die Texte jederzeit wiedergeben. Auch die vorhandenen Puzzles erledigt sie im Handumdrehen. Als sie sich immer häufiger weigert in den Kindergarten zu gehen, wird den Eltern geraten, mit Ina eine Erziehungsberatungsstelle aufzusuchen. Der dort durchgeführte IQ -Test weist einen IQ von 122 aus. Ina ist überdurchschnittlich, d.h. besonders begabt. 
 
Fallbsp. 3
Lea besucht die 6. Klasse eines Gymnasiums. In der Grundschule gehörte sie immer mit zu den Besten, das Üben war für sie ein Fremdwort, sie konnte es einfach. Auf dem Gymnasium ändert sich ihr Verhalten. Lea wird immer stiller, die Leistungen immer schlechter. Es beginnt mit schlechten Noten im Englischen, später kommt Mathe dazu, dann die sogenannten mündlichen Fächer. Lea macht einfach nicht mehr mit. Schule ist ihr ein Gräuel. Ständig ist sie krank. Zu Hause dagegen löst Lea jede Quizaufgabe im Fernsehen, stellt eine eigene Internetseite ins Netz und chattet mit ihrer Freundin in Amerika. Dort klappt das Englische mühelos. Die verzweifelten Eltern kommen mit Lea zu uns ins Institut. Der von uns durchgeführte IQ - Test bescheinigt ihr einen IQ von 123, sie ist also überdurchschnittlich, d.h. besonders begabt. 
 
Fallbsp. 4
Kevin ist 7 Jahre und  im 2. Schuljahr. Immer häufiger hat er Probleme mit der Rechtschreibung. Alles, was er schreibt, kann man kaum lesen. Die mündliche Mitarbeit ist gut, jedoch wirkt er oft gelangweilt und in der Zeit, wenn der Lernstoff vom Vortage wiederholt wird, liegt Kevin lang über dem Tisch und langweilt sich total. Einmal ist er sogar eingeschlafen. Die Lehrerin bittet die Eltern zu einem Gespräch. Sie vermutet Legasthenie und zu wenig Schlaf. Er wird in unserem Institut gestestet, man stellt einen IQ von 127 fest, Kevin ist überdurchschnittlich, d.h. besonders begabt. 
 
Fallbsp. 5
Janik besucht die erste Klasse einer Grundschule, auf die er sich schon im Kindergarten riesig gefreut hat. Jetzt, nachdem die ersten Wochen herum sind, zieht er sich immer mehr zurück und findet Schule einfach nur langweilig. Widerwillig geht er morgens hin, immer öfter klagt er über Übelkeit und Bauchschmerzen, bis er schließlich sogar erbricht. Der zu Rate gezogene Arzt stellt keinerlei körperliche Ursachen fest. Im Unterricht selbst wird Janik immer mehr zum Störenfried und beginnt auf dem Schulhof, seine Klassenkameraden zu treten. Ständig erhält die Mutter Anrufe seiner Lehrerin. Nachdem Janik vom Kinderarzt über die Erziehungsberatungsstelle und über den schulpsychologischen Dienst schließlich zu uns kommt, testen wir ihn und diagnostizieren einen Prozentrang von 90,5, dies entspricht einen IQ von 120. Janik ist damit besonders begabt. Wir können die Lehrerin überzeugen, Janik um ein Jahr vorzuversetzen und innerhalb kürzester Zeit ist er wieder gesund und die Verhaltensauffälligkeiten bessern sich zusehends.
 
Fallbsp. 6
Marvin besucht die 3. Klasse einer Grundschule, die er mit Leichtigkeit schafft. Gerne möchte er mehr leisten, doch die Lehrerin lehnt dies ab, da er den anderen dann zu weit voraus ist. Da Marvin in der Schule seit der ersten Klasse häufig andere Kinder ärgert, hält ihn die Lehrerin für sozial unreif. Deshalb lässt sie sich auch nicht auf die Diskussion ein, Marvin in die nächst höhere Klasse springen zu lassen. Schon im 2. Schuljahr beginnt Marvin einzunässen. War es zunächst nur nachts, weitet es sich immer stärker auch auf den Tag aus. Schließlich passiert es auch in der Schule. Die Mutter lässt das Kind gründlich untersuchen, aber eine organische Ursache scheidet aus. Da nur eine psychische Ursache der Grund dieser Enuresis sein kann, wird innerhalb der Familie nach den Ursachen gesucht. Zufällig ließt die Mutter einen Bericht über Hochbegabung und nimmt den Kontakt zu uns auf. Nach einem Test wird Marvin ein IQ von 123 bescheinigt. Er ist damit besonders begabt. Da die Schule nicht einsichtig ist, wird Marvin umgeschult und dort sofort in eine nächst höhere Klasse gegeben. Mit den gesteigerten Anforderungen ändert sich auch das Krankheitsbild. Marvin ist wieder gesund.
 
Fallbsp. 7
Julia ist 13 Jahre und besucht die 7. Klasse einer Realschule. Seit einiger Zeit hat sie keine Lust mehr in die Schule zu gehen, die Noten werden schlechter und sie beginnt zu schwänzen. Obwohl sie scheinbar normal bis viel isst, wird sie zusehends dünner. Die Mutter schob dies alles zunächst auf die Pubertätsphase des Kindes, macht sich aber immer stärkere Sorgen und sucht einen Arzt auf. Auch bei Julia ist organisch alles in Ordnung. Allerdings gibt der Arzt der Mutter den Rat, die Essgewohnheiten der Tochter zu beobachten. So bemerkt die Mutter eines Tages, dass Julia sich nach dem Essen auf der Toilette übergibt. Julia bekommt psychiatrische Hilfe, wobei auch ein IQ - Test durchgeführt wird. Dieser ergibt eine Wert von 119, womit auch Julia besonders begabt ist. Allerdings sieht der betreuende Psychiater noch keinen Handlungsbedarf. Da sich die Mutter keinen Rat mehr weiß, wendet sie sich an uns und wir beraten die Familie, Julia mehr zu fordern. Nach und nach kommt Julia über den stärker geforderten Privatbereich auch immer mehr in eine intensive Förderung auf schulischem Gebiet. Mit Hilfe des PC s arbeitet sich Julia immer weiter vor, so dass sie plötzlich weit über dem Klassenschnitt steht. Dies geschieht heimlich, da die Schule nicht hinter ihr steht, sich aber über diese Erfolge sehr wundert. Anschließend wurde Julia auf ein Gymnasium umgeschult, wo es ihr jetzt immer besser geht.
 
Fallbsp. 7
Anna besucht die 7. Klasse eines Gymnasiums. Bereits kurz nach der Umschulung von der Grundschule wird das sonst recht lebhafte Kind immer stiller. Auch die Zensuren ändern sich und werden immer schlechter. Es beginnt in Englisch, dann in Mathematik und schließlich ist auch Deutsch betroffen, ein Fach, in dem Anna immer gut war. In der Mitte des 6. Schuljahres rät die Schule den Eltern, das Kind auf eine Real- oder Gesamtschule zu geben, da es für ein Gymnasium nicht geeignet erscheint. Zeitgleich zu Beginn des 6. Schuljahres bekommt Anna eine Nasennebenhöhlenentzündung, die trotz diverser Medikamente nicht besser wird. Da die Eltern anderer Meinung als die Lehrer sind, lassen sie das Kind bei uns testen und erfahren, dass Anna einen IQ von 125 hat. Auch sie ist besonders begabt. Nach vielen Bemühungen gelingt es uns, Anna auf ein anderes Gymnasium umzuschulen und der Zustand bessert sich erheblich.
 
 
Hilfe ist bei diesen Kindern dringend erforderlich, denn nicht nur Kinder mit einem IQ von über 130, die sogenannten Hochbegabten, sind von Schulproblemen betroffen wie man landläufig meint. Bereits ab IQ 115 tauchen die Probleme auf, die sich mit der Höhe der Intelligenz immer mehr verstärken. Damit sind immerhin rd. 15% der Kinder einer Altersgruppe betroffen, d.h. eine Schule mit 1000 Schülern hat durchschnittlich 150 überdurchschnittlich begabte Schüler. Eine spezielle Förderung ist hier notwendig. Da die Kinder in der Schule unterfordert sind, geraten sie durch das Nichterkennen dieser Begabung in einen Teufelskreis schlechter Noten. 
Dies ist bislang weder den meisten Eltern, noch LehrerInnen oder ErzieherInnen bekannt.
Haben Sie Ihr Kind erkannt?
Haben Sie im Kindergarten auch eine "Ina"?
Haben Sie in Ihrer Klasse eine "Lea" oder einen "Kevin"?
Kennen Sie aus Ihrer Praxis auch eine "Anna"?
Wir konnten Ihnen nur einen kleinen Einblick in den großen Bereich der Besonderen Begabung geben. Die Probleme sind vielfältig und individuell verschieden. 
 
Bitte rufen sie uns bei weiteren Fragen unter unserer
kostenfreien Service-Nr. 0800 165 654 32 zurück
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