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Was ist Begabung?
 
 
> ca. 15% aller Kinder einer Altersgruppe sind überdurchschnittlich begabt
 
> ca. 2% aller Kinder einer Altersgruppe sind hoch begabt
 
 
Wir möchten Sie nicht mit Zahlen, statistischen Auswertungen und Kurvendarstellungen langweilen. Sie können selbst errechnen wie viele Kinder in Ihrem Kindergarten, in Ihrer Schule oder gar in IhreKlasse davon betroffen sind.
Vielfach werden die Begriffe Begabung und Intelligenz mit Leistung und guten Noten gleichgesetzt. Anscheinend eine einfache Gleichung, aber diese Gleichung geht nicht immer glatt auf.
 
Schlechte Noten, Flüchtigkeitsfehler, Legasthenie, ADS-Syndrom u.v.a.m.
 
können Begleiterscheinungen einer besonderen, einer überdurchschnittlichen oder einer Hochbegabung sein.
 
Bitte machen Sie es sich bewusst: diese Begleiterscheinungen beginnen bereits im Stadium der überdurchschnittlichen Begabung, nicht erst bei der Hochbegabung.
 
Die folgenden Werte sollen nur Anhaltspunkte und eine grobe Übersicht für Sie sein. Die dargestellten Werte sind nicht als absolute Zahlen zu verstehen und stark von der jeweiligen Tagesform des Probanden abhängig. Außerdem ist die Grenze zur Hochbegabung fließend.
 
     IQ 100        Normaler Durchschnitt der Bevölkerung
     IQ 107        Gymnasialer Durchschnitt
ab  IQ 115        Überdurchschnittliche Begabung
ab  IQ 130        Hochbegabung
 
Jetzt wird deutlich, wie groß die Problematik ist: ca. 15% aller Kinder einer Altersgruppe sind überdurchschnittlich begabt, d.h. hier muss eine besondere Förderung, wenn vorgenannte Begleiterscheinungen vorliegen, ins Auge gefasst werden und dies selbstverständlich zu einem möglichst frühen Zeitpunkt (Kindergarten).
 
 
Was ist Besondere Begabung?
 
Die besondere Begabung zeichnet sich durch eine besondere Ausprägung, höher als normal, von Intelligenz aus. Man spricht von einer sehr hohen Denk- und Problemlösefähigkeit. Begabte Menschen verfügen über eine schnelle Lernfähigkeit und ein sehr gutes Gedächtnis. Die Kapazität in der lnformationsaufnahme und -verarbeitung liegt im Vergleich zu durchschnittlich begabten Menschen weit über dem Durchschnitt.
 
Der durchschnittliche IQ eines Menschen liegt nach der Gaußschen Verteilungskurve bei 100. Ab einem IQ von 115 wird von einer besonderen Begabung gesprochen. Den Wert 115 und mehr erreichen ca. 15% - 16% der Bevölkerung. Von einer Hochbegabung hingegen spricht man ab einem IQ von 130. Diesen Wert erreichen ca. 2% - 3% der Bevölkerung. Die genannten Werte sind nicht statisch, sondern fließend, da die Höhe des IQ-Wertes nicht unwesentlich von der physischen und psychischen Verfassung des Probanden bei der Messung abhängt.
 
Rein statistisch gesehen bedeutet das, dass von 100 Personen fünfzehn bis sechzehn Personen als besonders begabt gelten und zwei bis drei als hochbegabt einzustufen sind. In jeder Schulklasse sitzen daher mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit besonders begabte und hochbegabte Kinder.
 
Kinder verfügen zwar bei ihrer Geburt über die Veranlagung zu besonderen intellektuellen Leistungen, aber zu beachten ist, dass bei unzureichender Förderung der Kinder dieses Potenzial ungenutzt bleibt. Selbstverständlich spielen hierbei die Umgebungsfaktoren wie z.B. Elternhaus und Schule eine nicht unerhebliche Rolle. Es gibt unterschiedliche Ausprägungen von Begabungen:
 
> Allgemeine intellektuelle Leistungsfähigkeit
> Musisch-künstlerische Begabungen
> Soziale Begabungen
> Psychomotorische Begabungen
 
Künstlerische und sportliche Begabungen sind gesellschaftlich anerkannt und werden gefördert. Eine allgemeine intellektuelle Begabung wird vielfach weder erkannt noch als förderungswürdig eingestuft. Häufig hört man folgende Aussagen:
 
> Begabte oder hochbegabte Kinder sind nur das Opfer ihrer ehrgeizigen Eltern!
> Eine förderungswürdige Begabung liegt nur ab einem IQ von 130 vor - also Hochbegabung!
 
Vielleicht erkennen auch Sie Ihr Kind in unseren Fallbeispielen. Lesen Sie doch einmal nach, oder nehmen Sie doch einfach Kontakt mit uns auf.  Wichtige Fragen und Antworten zum Thema haben wir Ihnen auch sep. zusammen gestellt.
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